Über das Projekt
Soul of Herbs ist ein Kräuterkatalog, der zwei Dinge nebeneinanderstellt, die sonst meist vermischt werden: was die Tradition über eine Pflanze sagt und was die Forschung zeigt. Beides soll nicht mit einer Stimme sprechen. Diese Seite beschreibt, wie die Inhalte entstehen und wer dafür verantwortlich ist.
Was diese Seite nicht ist
Sie ist keine medizinische Beratung und kein Ersatz für fachliche Betreuung. Sie finden hier keine Dosierungen 'gegen eine Krankheit' und keine Vorschläge, wodurch Medikamente ersetzt werden könnten. Bei einem konkreten Gesundheitsproblem, in Schwangerschaft und Stillzeit oder bei verschriebenen Medikamenten gehört das zu Ärztin, Arzt oder Apotheke - nicht in einen Katalog.
Tradition und Wissenschaft bleiben getrennt
Jede Aussage auf einer Kräuterkarte hat ihren Typ, und die Oberfläche verbirgt ihn nicht. Wissenschaftliche Aussage, traditionelle Verwendung, spirituelle Verwendung, historische Erwähnung und Volksglaube sind eigene Kategorien mit unterschiedlichem Gewicht.
Der spirituelle und traditionelle Teil darf Rituale, Symbolik, alte Kräuterbücher und Volksrat enthalten - er wird aber nie als geprüfte medizinische Information dargestellt. Wenn dort steht, ein Kraut sei zur 'Beruhigung des Geistes' verwendet worden, ist das eine Aufzeichnung von Tradition, kein Studienergebnis.
Wie wir die Stärke der Evidenz kennzeichnen
Im wissenschaftlichen Teil steht neben der Aussage der Studientyp, die Stärke der Evidenz, die Quelle und ihre Einschränkungen. Wir unterscheiden zwischen Laborversuch, Tierstudie, Beobachtungsstudie, klinischer Studie, randomisierter kontrollierter Studie, systematischem Review und institutioneller Monographie - denn 'eine Studie hat gezeigt' bedeutet in jedem dieser Fälle etwas anderes.
Fehlt belegte Evidenz, ist das ein eigener Zustand und keine Lücke, die eine allgemeine Formulierung füllt. Ein leeres Feld halten wir für ehrlicher als Füllmaterial.
Regeln für Sicherheitshinweise
Hinweise zu Arzneimittelwechselwirkungen und Phototoxizität füllen wir nur dort aus, wo für das jeweilige Kraut ein konkretes, belegtes Risiko mit Quellenangabe existiert. Wir füllen sie nie mit allgemeinem Füllmaterial wie 'bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten fragen Sie Ihren Arzt' - ein solcher Satz sagt nichts und verwässert die Warnungen, die etwas sagen.
Besonders achten wir auf Verwechslungsrisiken: Wo ein Kraut mit einer giftigen Pflanze verwechselt werden kann, ist die Warnung Teil der Karte und wird bei Übersetzungen Wort für Wort geprüft.
Quellen
Wissenschaftliche Aussagen nennen ihre Quelle und, wo vorhanden, DOI oder Link und das Publikationsjahr. Wir stützen uns auf Fachmonographien und Übersichtsarbeiten; bei Sicherheitsaussagen haben institutionelle Monographien (etwa die EMA HMPC) Vorrang vor einzelnen Studien.
Übersetzungen und ihr Stand
Der Katalog entsteht auf Tschechisch und wird von dort übersetzt. Englisch wurde geprüft; bei den weiteren Sprachen ist der Stand unterschiedlich, und wir tun nicht so, als sei alles von einer muttersprachlichen Leserin geprüft. Teile der Inhalte warten auf diese Prüfung; bis dahin sind Tschechisch und Englisch die verlässlichsten Fassungen.
Sicherheitstexte sind davon ausgenommen: Bei ihnen wird jede Sprache einzeln geprüft, weil ein Fehler in einem solchen Feld schaden kann.
Redaktionelle Verantwortung
Inhalte werden nicht automatisch in die Veröffentlichung geschrieben. Jede Inhaltscharge wird vor der Veröffentlichung geprüft: automatische Audits achten auf durchgesickerte Ausgangssprache, fehlende Übersetzungen und Typografie, die Sicherheitsaussagen selbst prüft ein Mensch gegen die zitierte Quelle.
Fehler gefunden?
Ein Sachfehler in einem Sicherheitshinweis, eine falsch bestimmte Pflanze oder eine verwechselte Art ist für uns eine vorrangige Korrektur. Korrekturen erfolgen an der Quelle des Inhalts und werden als neue Version veröffentlicht, damit die Änderung nachvollziehbar bleibt.