Pelargonium sidoides
Kapland-Pelargonie
VorsichtWeitere Namen: Umckaloabo, Umcka, South African geranium, Kalwerbossie, Rabassam, Ikhubalo
Südafrikanische mehrjährige Pflanze mit kleinen, dunkel purpurroten Blüten.
Mehrjährige Pflanze mit herzförmigen Blättern in einer bodennahen Rosette und schlanken Blütenstielen mit kleinen, dunkel purpurroten Blüten; ein Wurzelextrakt ist in Europa als pflanzliches Arzneimittel unter dem Traditionsnamen "Umckaloabo" zugelassen.
- Familie
- Geraniaceae
- Pflanzentyp
- mehrjährige Pflanze
Bedeutung der Sicherheitsstufen (Legende aufklappen)
- Allgemein als sicher anerkannt. Typischerweise ein gewöhnliches Kraut bei vernünftigem Sammeln und vernünftiger Anwendung; lesen Sie dennoch stets die konkreten Hinweise im Steckbrief.
- Information. Vorrangig eine informative Stufe — wichtig sind die Details im Text und bei den Warnungen unten.
- Vorsicht. Erfordert erhöhte Vorsicht (Dosierung, Dauer der Anwendung, empfindliche Gruppen, Wechselwirkungen).
- Riskant. Erhebliche Risiken — prüfen Sie Quellen, Gegenanzeigen und gegebenenfalls eine fachliche Aufsicht.
- Nicht unter häuslichen Bedingungen. Es ist nicht ratsam, unter häuslichen Bedingungen ohne Kenntnis und Sicherheit zu experimentieren.
- Hohes Risiko bei innerlicher Anwendung. Besonderes Risiko bei innerlicher Anwendung (z. B. Alkaloide); vermeiden Sie eine langfristige oder unverantwortliche Einnahme.
- Nicht angegeben. Die Stufe ist noch nicht ausgefüllt — verlassen Sie sich auf die einzelnen Warnungen und Verweise unten.

Fotografie auf Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0).
Habitus der Pflanze
Sicherheit — vor der Anwendung lesen
Bei diesem Kraut ist es wichtig, Hinweise, Verwechslungen und mögliche Warnungen zu prüfen. Fahren Sie zunächst mit dem Abschnitt Sicherheit fort.
Schnellüberblick
Zusammenfassung für die praktische Entscheidung; Details finden sich in den Abschnitten unten.
- Sicherheitsstufe
- Vorsicht Details
- Wissenschaftliche Quellen im Steckbrief
- Ja — angegebene Quellen bei den Aussagen Abschnitt Wissenschaft
- Wann und was sammeln
- Wurzel — April–August
- Verarbeitungsmethoden
Tinktur, Absud, Kapseln
Alle Methoden und Rezepte im Steckbrief- Themen und Beschwerden
Atemkomfort, Erkältung — allgemeines Wohlbefinden, Husten und Schleim
Abschnitt Themen, Übersicht der Beschwerden
Identifizierung und Verwechslungen
Kleine mehrjährige Pflanze aus der Familie der Storchschnabelgewächse (Geraniaceae), die eine Rosette mit einem knolligen unterirdischen Rhizom bildet. Blätter lang gestielt, herzförmig (kordat), samtig behaart, leicht aromatisch, graugrün. Blüten mit fünf sehr dunkelroten bis fast schwarzen Kronblättern; blüht nahezu ganzjährig.
Mögliche Verwechslungen und Risiken
Die nächstliegende Verwechslung ist mit der verwandten Pelargonium reniforme, die sich einen Teil des Verbreitungsgebiets teilt, jedoch durch eher nierenförmige Blätter und rosa (statt fast schwarze) Kronblätter unterscheidet. Nicht giftig — beide Arten werden medizinisch verwendet.
Ähnliche Kräuter
Es sind noch keine verwandten Kräuter verknüpft.
Themen und Beschwerden
Weitere Themen finden Sie in der Übersicht der Beschwerden und Themen.
- AtemkomfortTraditionell· Traditioneller / kultureller Rahmen
- Erkältung — allgemeines WohlbefindenWissenschaftlich· Vorläufige oder schwächere wissenschaftliche BefundeTraditionell· Traditioneller / kultureller Rahmen
- Husten und SchleimWissenschaftlich· Vorläufige oder schwächere wissenschaftliche BefundeTraditionell· Traditioneller / kultureller Rahmen
Geografisches Vorkommen
Südafrika
Häufiges Wildvorkommen in der Region
Ernte
- WurzelApril–August
zima
Region: SüdafrikaAnmerkungen: Tiefe Wurzeln ausgewachsener Pflanzen in der Ruhezeit.
Lagerung
- Trocknen(Wurzel)
Verarbeitungsmethoden im Kräutersteckbrief
Alkoholischer oder alkoholisch-wässriger Auszug (Mazeration).
Ausführliche Beschreibung der Methode (aus dem Katalog)
Eine Tinktur ist in der Regel eine langfristige Mazeration von Pflanzenmaterial in Alkohol (manchmal in einer Mischung mit Wasser). Alkohol und Zeit setzen andere Stoffgruppen frei als reines heißes Wasser; Konzentration und Stabilität des Präparats hängen vom Verhältnis von Rohstoff, Lösungsmittel und Verfahren ab.
Die Eigenherstellung unterliegt je nach Land rechtlichen und sicherheitstechnischen Einschränkungen; auf der Website geben wir eine allgemeine Beschreibung an, keine Rezepturen. Beim konkreten Kraut beachte die Karte, die Wechselwirkungen und die Warnungen vor der Eigenherstellung.
Traditioneller Kontext zu dieser Methode: ja·Wissenschaftlicher Kontext zu dieser Methode: ja
Längeres Kochen des Pflanzenmaterials in Wasser.
Ausführliche Beschreibung der Methode (aus dem Katalog)
Ein Absud entsteht durch Kochen (oder langes Verweilen knapp am Siedepunkt) in Wasser — je nach Tradition und Art des Rohstoffs oft 10–20 Minuten. Dichtere und schwerere Pflanzenteile (Wurzeln, Rinde, manche Samen) werden auf diese Weise oft zuverlässiger zubereitet als durch einen kurzen Aufguss.
Gegenüber dem Aufguss kann er mehr Stoffe extrahieren, aber auch mehr Tannine oder Bitterstoffe; der Geschmack ist meist anders als bei einem zarten Tee. Kombiniere dies mit den Angaben auf der Karte des Krauts zum geeigneten Pflanzenteil und zu den Gegenanzeigen.
Traditioneller Kontext zu dieser Methode: ja·Wissenschaftlicher Kontext zu dieser Methode: nein
Befüllen von Kapseln mit Trockenmaterial oder Pulver; häusliche und industrielle Variante.
Ausführliche Beschreibung der Methode (aus dem Katalog)
Kapseln ermöglichen eine genaue Dosierung und das Verbergen des Geschmacks bitterer Rohstoffe. Häusliche Füllgeräte gibt es, aber Hygiene, Homogenität der Mischung und Lagerung sind anspruchsvoller als beim Tee.
Halte dich an die Gesetzgebung für Nahrungsergänzungsmittel, wo dies gilt.
Traditioneller Kontext zu dieser Methode: nein·Wissenschaftlicher Kontext zu dieser Methode: ja
Traditionelle / spirituelle Verwendung
Getrennt von der Wissenschaft — die Einträge sind kultureller oder symbolischer Natur, keine Heilempfehlungen.
Noch ohne konkrete Einträge.
Wissenschaftliche Erkenntnisse
Jede Aussage hat einen Studientyp und eine Quelle (URL oder DOI), sofern vorhanden. Angaben zur Dosis aus der Literatur sind nur informativ.
Wie man die Etiketten zur Beweiskraft und zum Studientyp liest
Die Etiketten fassen zusammen, wie ein Eintrag im Katalog gekennzeichnet ist — sie sind keine medizinische Bewertung der Wirksamkeit. Lesen Sie bei jedem Eintrag stets die Zusammenfassung, die Einschränkungen und den Quellenverweis.
Beweiskraft
- Evidenzniveau nicht angegeben
- Der Autor des Eintrags hat keine Abstufung angegeben; beurteilen Sie anhand des Texts der Zusammenfassung, der Einschränkungen und des Quellenverweises.
- Beschreibende / orientierende Literatur
- Beschreibende oder fachliche Literatur ohne kontrollierten Gruppenvergleich — eher Kontext als "Wirkungsnachweis".
- Schwache Evidenz
- Studie oder Schlussfolgerung mit erheblichen methodischen Einschränkungen; nur als Signal zum weiteren Lesen zu verstehen.
- Vorläufige Befunde
- Erste oder kleinere Studie — eine interessante Richtung, aber kein endgültiges Urteil über Wirksamkeit oder Sicherheit.
- Mittlere Beweiskraft
- Mittlere Stärke je nach Studiendesign; Einschränkungen bei Stichprobe und Kontext gelten weiterhin.
- Stärkere Evidenz
- Stärkeres Design oder Konsistenz der Ergebnisse im Rahmen der angegebenen Studiengrenzen.
- Übersichtsarbeit / Review
- Eine Übersichtsarbeit fasst mehrere Quellen zusammen; die Qualität hängt von der Methode der Übersicht und dem Fachgebiet ab.
Studientyp
- Erzählender / fachlicher Text
- Fachlicher Text oder Übersicht ohne klassisches Studiendesign.
- In-vitro-Studie
- Experiment in Zellkultur oder Reagenzglas — sagt nichts über die Wirkung im Körper aus.
- Tierstudie
- Tiermodell — die Übertragung auf den Menschen ist nicht selbstverständlich.
- Beobachtungsstudie
- Beobachtung von Gruppen ohne zufällige Zuteilung der Behandlung; kann durch Störfaktoren irreführen.
- Klinische Studie
- Klinische Studie mit Menschen; wichtig sind Stichprobengröße und Kontrollgruppe.
- Randomisierte kontrollierte Studie
- Randomisierte kontrollierte Versuche gehören zu den stärkeren Designs, sofern sie gut durchgeführt sind.
- Übersichtsstudie
- Eine Übersichtsstudie fasst mehrere Arbeiten zusammen — es kommt auf die Regeln der Literaturauswahl an.
- Systematische Übersichtsarbeit
- Systematische Übersichtsarbeit mit klarer Methodik der Suche und Auswahl von Studien.
- Meta-Analyse
- Statistische Verbindung mehrerer Studien; das Ergebnis hängt von den Eingangsdaten und der Heterogenität ab.
- Regulatorische Beurteilung / Monografie (EMA, WHO…)
- Zusammenfassung einer Regulierungsbehörde zu einem Kräuterpräparat — ein anderer Kontext als eine einzelne RCT; oft zu Präparaten, nicht zu hausgemachtem Tee.
- Fachmonografie (Kräuterpräparate)
- Systematische Zusammenfassung der Literatur zu einer Pflanze oder Droge — die Qualität hängt vom Autor und Erscheinungsjahr ab.
Die EMA HMPC für die Wurzel von Pelargonium sidoides beschreibt die traditionelle Verwendung bei akuter Bronchitis und gewöhnlicher Erkältung (Extrakt EPs 7630).
Übersichtsarbeit / ReviewRegulatorische Beurteilung / Monografie (EMA, WHO…)Jahr: 2018Zubereitungsform in der Studie: Flüssigextrakt
Wirkstoff / Schwerpunkt: Extrakt EPs 7630 (Cumarine, Procyanidine)
Einschränkungen: Bei Blutungsstörungen und Antikoagulanzien Rücksprache mit dem Arzt; selten wurden Fälle von Leberschädigung berichtet — bei Leberbeschwerden meiden.
Anmerkung zur Dosis (aus der Literatur): Standardisierter Extrakt EPs 7630; siehe Dosierung im PDF.
Bilder
Das Hauptfoto befindet sich im Kopf des Steckbriefs. Weitere Aufnahmen erscheinen hier, sobald sie verfügbar sind.
Sicherheit
Bedeutung der Warnungstypen
Der Typ bei jeder Warnung hilft, das Thema zu gruppieren — er bestimmt nicht den Schweregrad selbst (dieser wird durch ein eigenes Etikett angezeigt).
- Innerliche Anwendung
- Risiken beim Verschlucken, bei Extrakten, bei der Dauer der Anwendung oder der Konzentration bei innerlicher Anwendung.
- Wechselwirkungen / Arzneimittel
- Möglicher Einfluss auf Arzneimittel oder Wechselwirkung mit einer Behandlung — ziehen Sie Quellen und eine Fachperson zurate.
- Rohe Pflanzenteile
- Rohe, unreife oder schlecht aufbereitete Pflanzenteile können gefährlich sein.
- Toxine und Regulierung
- Gehalt an toxischen Stoffen oder regulierten Bestandteilen (z. B. in Destillaten).
- Kontakt mit der Pflanze
- Reizung der Haut oder Schleimhäute bei Kontakt mit der frischen Pflanze oder dem Saft.
- Allergie
- Allergische Reaktionen, oft im Zusammenhang mit der Pflanzenfamilie oder einer Sensibilisierung.
- Ernte und Kontamination
- Kontamination, Verwechslung der Art oder Sammeln an einem ungeeigneten Ort.
- Leber und AntikoagulanzienNiedriger SchweregradWechselwirkungen / Arzneimittel
Bei Patienten mit Lebererkrankungen oder unter Antikoagulanzien (Warfarin) ist vor Beginn eine Rücksprache mit dem Arzt erforderlich.