Harpagophytum procumbens
Teufelskralle
VorsichtWeitere Namen: Harpagofyt, Grapple plant, Wood spider, Duiwelsklou, Sengaparile, Teufelskralle
Südafrikanische mehrjährige Pflanze mit hakenartigen Früchten und dicker Wurzel.
Kriechende mehrjährige Pflanze der Wüstengebiete im südlichen Afrika mit gelappten Blättern, rosa Trichterblüten und charakteristischen, mit rückwärtigen Haken besetzten Früchten; der medizinisch genutzte Teil ist die getrocknete Sekundärwurzel.
- Familie
- Pedaliaceae
- Pflanzentyp
- mehrjährige Pflanze
Bedeutung der Sicherheitsstufen (Legende aufklappen)
- Allgemein als sicher anerkannt. Typischerweise ein gewöhnliches Kraut bei vernünftigem Sammeln und vernünftiger Anwendung; lesen Sie dennoch stets die konkreten Hinweise im Steckbrief.
- Information. Vorrangig eine informative Stufe — wichtig sind die Details im Text und bei den Warnungen unten.
- Vorsicht. Erfordert erhöhte Vorsicht (Dosierung, Dauer der Anwendung, empfindliche Gruppen, Wechselwirkungen).
- Riskant. Erhebliche Risiken — prüfen Sie Quellen, Gegenanzeigen und gegebenenfalls eine fachliche Aufsicht.
- Nicht unter häuslichen Bedingungen. Es ist nicht ratsam, unter häuslichen Bedingungen ohne Kenntnis und Sicherheit zu experimentieren.
- Hohes Risiko bei innerlicher Anwendung. Besonderes Risiko bei innerlicher Anwendung (z. B. Alkaloide); vermeiden Sie eine langfristige oder unverantwortliche Einnahme.
- Nicht angegeben. Die Stufe ist noch nicht ausgefüllt — verlassen Sie sich auf die einzelnen Warnungen und Verweise unten.

Fotografie auf Wikimedia Commons (Attribution).
Habitus der Pflanze
Sicherheit — vor der Anwendung lesen
Bei diesem Kraut ist es wichtig, Hinweise, Verwechslungen und mögliche Warnungen zu prüfen. Fahren Sie zunächst mit dem Abschnitt Sicherheit fort.
Schnellüberblick
Zusammenfassung für die praktische Entscheidung; Details finden sich in den Abschnitten unten.
- Sicherheitsstufe
- Vorsicht Details
- Wissenschaftliche Quellen im Steckbrief
- Ja — angegebene Quellen bei den Aussagen Abschnitt Wissenschaft
- Wann und was sammeln
- Wurzel — April–Juli
- Verarbeitungsmethoden
Kaltmazerat, Kapseln, Pulver, Salbe
Alle Methoden und Rezepte im Steckbrief- Themen und Beschwerden
Gelenke und Bewegung, Muskeln nach Belastung
Abschnitt Themen, Übersicht der Beschwerden
Identifizierung und Verwechslungen
Niederliegende mehrjährige Pflanze aus der Familie der Sesamgewächse (Pedaliaceae) mit einer mächtigen primären Rübenwurzel bis 2 m Tiefe und sekundären Speicherwurzeln. Kriechende einjährige Triebe bis 2 m. Blätter gegenständig, unregelmäßig 3–5lappig, graugrün (mit Schleimzellen). Blüten trichterförmig, dunkelrot bis rosa mit gelblichem Schlund. Frucht ein großes (bis 15 cm) verholztes Gebilde mit Reihen gebogener, mit Widerhaken besetzter Arme.
Mögliche Verwechslungen und Risiken
Die einzige weitere Art der Gattung und wichtigste Verwechslung ist Harpagophytum zeyheri aus demselben Kalahari-Gebiet, sehr ähnlich; sie unterscheidet sich durch deutlich kürzere, bedornte Fruchtarme. Nicht giftig, jedoch häufige Handelssubstitution mit schwächerer Wirkung.
Ähnliche Kräuter
Es sind noch keine verwandten Kräuter verknüpft.
Themen und Beschwerden
Weitere Themen finden Sie in der Übersicht der Beschwerden und Themen.
- Gelenke und BewegungWissenschaftlich· moderateTraditionell· Traditioneller / kultureller Rahmen
- Muskeln nach BelastungTraditionell· Traditioneller / kultureller Rahmen
Geografisches Vorkommen
Südafrika
Eher randständig (Garten, Anbau oder Vorkommen am Arealrand)
Ernte
- WurzelApril–Juli
podzim
Region: SüdafrikaAnmerkungen: Sekundäre Wurzeln ("Fersen") nach dem Ende der Regenzeit; nicht die Hauptwurzel.
Lagerung
- Trocknen(Wurzel)
Verarbeitungsmethoden im Kräutersteckbrief
Langes Ziehen in kaltem oder lauwarmem Wasser ohne Kochen; sanfteres Profil als ein Absud.
Ausführliche Beschreibung der Methode (aus dem Katalog)
Beim Kaltmazerat lässt man das Trockenmaterial je nach Rezeptur stunden- bis tagelang in der Flüssigkeit bei Kühlschrank- oder Raumtemperatur einwirken. Die Freisetzung der Stoffe ist langsamer und anders als beim heißen Aufguss — geeignet für manche aromatischen Teile, bei denen man Bitterkeit oder Tannine begrenzen möchte.
Achte stets auf die Hygiene des Gefäßes, das Verhältnis von Rohstoff zu Wasser und die maximale Lagerdauer des fertigen Mazerats; das konkrete Vorgehen gehört auf die Karte des Krauts und in eine geprüfte Quelle.
Traditioneller Kontext zu dieser Methode: ja·Wissenschaftlicher Kontext zu dieser Methode: ja
Befüllen von Kapseln mit Trockenmaterial oder Pulver; häusliche und industrielle Variante.
Ausführliche Beschreibung der Methode (aus dem Katalog)
Kapseln ermöglichen eine genaue Dosierung und das Verbergen des Geschmacks bitterer Rohstoffe. Häusliche Füllgeräte gibt es, aber Hygiene, Homogenität der Mischung und Lagerung sind anspruchsvoller als beim Tee.
Halte dich an die Gesetzgebung für Nahrungsergänzungsmittel, wo dies gilt.
Traditioneller Kontext zu dieser Methode: nein·Wissenschaftlicher Kontext zu dieser Methode: ja
Fein gemahlenes Trockenmaterial; Dosierung und Löslichkeit hängen von der Art ab.
Ausführliche Beschreibung der Methode (aus dem Katalog)
Pulver vergrößert die Kontaktfläche mit Flüssigkeit oder Nahrung. Das häusliche Mahlen erfordert eine saubere Mühle und die Kontrolle der Körnung; feines Pulver kann ein Sieb im Getränk schlechter passieren.
Lagere es luftdicht gegen Feuchtigkeit und Schädlinge.
Traditioneller Kontext zu dieser Methode: ja·Wissenschaftlicher Kontext zu dieser Methode: nein
Feste Grundlage (Wachs, Fett) mit Kräuterauszug oder Mazerat; typischerweise äußerlich.
Ausführliche Beschreibung der Methode (aus dem Katalog)
Salben verbinden ein extrahiertes oder fein gemahlenes Kraut mit Fett und oft Bienenwachs. Die Konsistenz hängt von den Verhältnissen ab; bei heilenden oder schützenden Salben ist das Ziel meist ein Film auf der Haut und eine langsame Freisetzung.
Steriles Arbeiten verringert das Risiko mikrobieller Kontamination; eine kühle Lagerung kann die Haltbarkeit je nach Rezeptur verlängern.
Traditioneller Kontext zu dieser Methode: ja·Wissenschaftlicher Kontext zu dieser Methode: nein
Traditionelle / spirituelle Verwendung
Getrennt von der Wissenschaft — die Einträge sind kultureller oder symbolischer Natur, keine Heilempfehlungen.
Noch ohne konkrete Einträge.
Wissenschaftliche Erkenntnisse
Jede Aussage hat einen Studientyp und eine Quelle (URL oder DOI), sofern vorhanden. Angaben zur Dosis aus der Literatur sind nur informativ.
Wie man die Etiketten zur Beweiskraft und zum Studientyp liest
Die Etiketten fassen zusammen, wie ein Eintrag im Katalog gekennzeichnet ist — sie sind keine medizinische Bewertung der Wirksamkeit. Lesen Sie bei jedem Eintrag stets die Zusammenfassung, die Einschränkungen und den Quellenverweis.
Beweiskraft
- Evidenzniveau nicht angegeben
- Der Autor des Eintrags hat keine Abstufung angegeben; beurteilen Sie anhand des Texts der Zusammenfassung, der Einschränkungen und des Quellenverweises.
- Beschreibende / orientierende Literatur
- Beschreibende oder fachliche Literatur ohne kontrollierten Gruppenvergleich — eher Kontext als "Wirkungsnachweis".
- Schwache Evidenz
- Studie oder Schlussfolgerung mit erheblichen methodischen Einschränkungen; nur als Signal zum weiteren Lesen zu verstehen.
- Vorläufige Befunde
- Erste oder kleinere Studie — eine interessante Richtung, aber kein endgültiges Urteil über Wirksamkeit oder Sicherheit.
- Mittlere Beweiskraft
- Mittlere Stärke je nach Studiendesign; Einschränkungen bei Stichprobe und Kontext gelten weiterhin.
- Stärkere Evidenz
- Stärkeres Design oder Konsistenz der Ergebnisse im Rahmen der angegebenen Studiengrenzen.
- Übersichtsarbeit / Review
- Eine Übersichtsarbeit fasst mehrere Quellen zusammen; die Qualität hängt von der Methode der Übersicht und dem Fachgebiet ab.
Studientyp
- Erzählender / fachlicher Text
- Fachlicher Text oder Übersicht ohne klassisches Studiendesign.
- In-vitro-Studie
- Experiment in Zellkultur oder Reagenzglas — sagt nichts über die Wirkung im Körper aus.
- Tierstudie
- Tiermodell — die Übertragung auf den Menschen ist nicht selbstverständlich.
- Beobachtungsstudie
- Beobachtung von Gruppen ohne zufällige Zuteilung der Behandlung; kann durch Störfaktoren irreführen.
- Klinische Studie
- Klinische Studie mit Menschen; wichtig sind Stichprobengröße und Kontrollgruppe.
- Randomisierte kontrollierte Studie
- Randomisierte kontrollierte Versuche gehören zu den stärkeren Designs, sofern sie gut durchgeführt sind.
- Übersichtsstudie
- Eine Übersichtsstudie fasst mehrere Arbeiten zusammen — es kommt auf die Regeln der Literaturauswahl an.
- Systematische Übersichtsarbeit
- Systematische Übersichtsarbeit mit klarer Methodik der Suche und Auswahl von Studien.
- Meta-Analyse
- Statistische Verbindung mehrerer Studien; das Ergebnis hängt von den Eingangsdaten und der Heterogenität ab.
- Regulatorische Beurteilung / Monografie (EMA, WHO…)
- Zusammenfassung einer Regulierungsbehörde zu einem Kräuterpräparat — ein anderer Kontext als eine einzelne RCT; oft zu Präparaten, nicht zu hausgemachtem Tee.
- Fachmonografie (Kräuterpräparate)
- Systematische Zusammenfassung der Literatur zu einer Pflanze oder Droge — die Qualität hängt vom Autor und Erscheinungsjahr ab.
Die EMA HMPC für die Teufelskrallenwurzel beschreibt die traditionelle Verwendung bei leichten Gelenkbeschwerden und vorübergehenden Rückenschmerzen.
Übersichtsarbeit / ReviewRegulatorische Beurteilung / Monografie (EMA, WHO…)Jahr: 2016Zubereitungsform in der Studie: Absud
Wirkstoff / Schwerpunkt: Harpagosid, Harpagid (Iridoidglykoside)
Einschränkungen: Bei peptischem Ulkus, Antikoagulanzien und NSAR Rücksprache mit dem Arzt; der Gehalt an Bitterstoffen reizt den Magen.
Anmerkung zur Dosis (aus der Literatur): Standardisierter wässriger/ethanolischer Extrakt; siehe Dosierung im PDF.
Bilder
Das Hauptfoto befindet sich im Kopf des Steckbriefs. Weitere Aufnahmen erscheinen hier, sobald sie verfügbar sind.
Sicherheit
Bedeutung der Warnungstypen
Der Typ bei jeder Warnung hilft, das Thema zu gruppieren — er bestimmt nicht den Schweregrad selbst (dieser wird durch ein eigenes Etikett angezeigt).
- Innerliche Anwendung
- Risiken beim Verschlucken, bei Extrakten, bei der Dauer der Anwendung oder der Konzentration bei innerlicher Anwendung.
- Wechselwirkungen / Arzneimittel
- Möglicher Einfluss auf Arzneimittel oder Wechselwirkung mit einer Behandlung — ziehen Sie Quellen und eine Fachperson zurate.
- Rohe Pflanzenteile
- Rohe, unreife oder schlecht aufbereitete Pflanzenteile können gefährlich sein.
- Toxine und Regulierung
- Gehalt an toxischen Stoffen oder regulierten Bestandteilen (z. B. in Destillaten).
- Kontakt mit der Pflanze
- Reizung der Haut oder Schleimhäute bei Kontakt mit der frischen Pflanze oder dem Saft.
- Allergie
- Allergische Reaktionen, oft im Zusammenhang mit der Pflanzenfamilie oder einer Sensibilisierung.
- Ernte und Kontamination
- Kontamination, Verwechslung der Art oder Sammeln an einem ungeeigneten Ort.
- Arzneimittelwechselwirkungen und MagenMittlerer SchweregradWechselwirkungen / Arzneimittel
Bei Einnahme von Antikoagulanzien, NSAR oder bei einem peptischen Ulkus einen Arzt konsultieren; der Gehalt an Bitterstoffen kann den Magen reizen.