Breitwegerich
Plantago major
Weitere Namen: Jitrocel
Breitere Blätter als beim Spitzwegerich; Blättertee in der Volksmedizin.
Grundständige Rosette mit größeren eiförmigen Blättern und einer dichten Ähre auf einem Stängel.
- Familie
- Plantaginaceae
- Pflanzentyp
- mehrjährige Pflanze
- Sicherheitsstufe (orientierend)
- Allgemein als sicher anerkannt
Bedeutung der Sicherheitsstufen (Legende aufklappen)
- Allgemein als sicher anerkannt. Typischerweise ein gewöhnliches Kraut bei vernünftigem Sammeln und vernünftiger Anwendung; lesen Sie dennoch stets die konkreten Hinweise im Steckbrief.
- Information. Vorrangig eine informative Stufe — wichtig sind die Details im Text und bei den Warnungen unten.
- Vorsicht. Erfordert erhöhte Vorsicht (Dosierung, Dauer der Anwendung, empfindliche Gruppen, Wechselwirkungen).
- Riskant. Erhebliche Risiken — prüfen Sie Quellen, Gegenanzeigen und gegebenenfalls eine fachliche Aufsicht.
- Nicht unter häuslichen Bedingungen. Es ist nicht ratsam, unter häuslichen Bedingungen ohne Kenntnis und Sicherheit zu experimentieren.
- Hohes Risiko bei innerlicher Anwendung. Besonderes Risiko bei innerlicher Anwendung (z. B. Alkaloide); vermeiden Sie eine langfristige oder unverantwortliche Einnahme.
- Nicht angegeben. Die Stufe ist noch nicht ausgefüllt — verlassen Sie sich auf die einzelnen Warnungen und Verweise unten.

Fotografie na Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0).
Habitus der Pflanze
Schnellüberblick
Zusammenfassung für die praktische Entscheidung; Details finden sich in den Abschnitten unten.
- Sicherheitsstufe
- Allgemein als sicher anerkannt·Details
- Wissenschaftliche Quellen im Steckbrief
- Noch ohne veröffentlichte Einträge
- Wann und was sammeln
- Noch ohne Erntedaten.Gesamte Ernte
- Verarbeitungsmethoden
Tee, Salbe, Umschlag, Balsam
Alle Methoden und Rezepte im Steckbrief- Themen und Beschwerden
Atemkomfort, Augenmüdigkeit, Durchfall und Verdauungsstörungen…
Abschnitt Themen · Übersicht der Beschwerden
Identifizierung und Verwechslungen
Mehrjährige Pflanze mit grundständiger Rosette breiter, eiförmiger bis elliptischer Blätter mit 5–9 auffälligen parallelen Nerven, die sich zur Basis hin allmählich oder abrupt in einen Blattstiel verschmälern; der Rand ist ganzrandig oder flach gesägt. Stängel zylindrisch, ohne ausgeprägte Furchen. Die Ähre ist schlank und länger als beim Spitzwegerich, mit kleinen grünlichbraunen Blüten und zur Blütezeit auffälligen violetten Staubblättern.
Mögliche Verwechslungen und Risiken
Am häufigsten wird er mit dem Spitzwegerich (Plantago lanceolata) verwechselt, der ausgeprägt lanzettliche (schmale, lange) Blätter mit 3–5 Nerven besitzt, die zur Spitze hin zusammenlaufen, einen stark gefurchten Stängel und eine dichtere walzenförmige Ähre mit weißen Staubblättern. Beide Arten sind ökologisch eng verwandt, wachsen an ähnlichen Standorten und werden im Gelände regelmäßig verwechselt. Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal ist die Form der Blattspreite: breit-elliptisch mit ausgeprägtem Blattstiel (P. major) gegenüber lanzettlich ohne deutlichen Blattstiel (P. lanceolata).
Ähnliche Kräuter
Es sind noch keine verwandten Kräuter verknüpft.
Themen und Beschwerden
Weitere Themen finden Sie in der Übersicht der Beschwerden und Themen.
- AtemkomfortTraditionell· Traditioneller / kultureller Rahmen
- AugenmüdigkeitTraditionell· Traditioneller / kultureller Rahmen
- Durchfall und VerdauungsstörungenTraditionell· Traditioneller / kultureller Rahmen
- HautTraditionell· Traditioneller / kultureller Rahmen
- Haut nach der SonneTraditionell· Traditioneller / kultureller Rahmen
- Haut und lokale UnannehmlichkeitenTraditionell· Traditioneller / kultureller Rahmen
- Husten und SchleimTraditionell· Traditioneller / kultureller Rahmen
- Nach einem InsektenstichTraditionell· Traditioneller / kultureller Rahmen
- Narben und blaue FleckenTraditionell· Traditioneller / kultureller Rahmen
- Nieren und HarnwegeTraditionell· Traditioneller / kultureller Rahmen
- Saisonale allergische BeschwerdenTraditionell· Traditioneller / kultureller Rahmen
- Schnupfen und verstopfte NaseTraditionell· Traditioneller / kultureller Rahmen
- SodbrennenTraditionell· Traditioneller / kultureller Rahmen
- VerstopfungTraditionell· Traditioneller / kultureller Rahmen
- Übelkeit und MagenTraditionell· Traditioneller / kultureller Rahmen
Geografisches Vorkommen
Noch ohne Nachweis des Vorkommens.
Ernte
Noch ohne Erntedaten.
Lagerung
- Trocknen(Blatt)
Verarbeitungsmethoden im Kräutersteckbrief
Aufguss oder kurze Extraktion in Wasser; typischerweise ohne langes Kochen.
Ausführliche Beschreibung der Methode (aus dem Katalog)
Im engeren Sinne bezeichnet Tee oft einen Aufguss: Du übergießt das Trockenmaterial mit Wasser knapp unter dem Siedepunkt und lässt es einige Minuten ziehen. Temperatur, Ziehdauer und das Verhältnis von Rohstoff zu Wasser verändern Geschmack und Zusammensetzung des Auszugs.
Vom "Absud" unterscheidet er sich durch die kürzere Einwirkung der Hitze und die geringere Kochintensität; für zarte Blätter und Blüten ist der Aufguss oft besser geeignet als langes Kochen. Beim konkreten Kraut richte dich stets nach der Karte des Krauts, dem Pflanzenteil und den Sicherheitshinweisen — allgemeine Regeln ersetzen nicht die Beurteilung der Art.
Traditioneller Kontext zu dieser Methode: ja·Wissenschaftlicher Kontext zu dieser Methode: nein
Feste Grundlage (Wachs, Fett) mit Kräuterauszug oder Mazerat; typischerweise äußerlich.
Ausführliche Beschreibung der Methode (aus dem Katalog)
Salben verbinden ein extrahiertes oder fein gemahlenes Kraut mit Fett und oft Bienenwachs. Die Konsistenz hängt von den Verhältnissen ab; bei heilenden oder schützenden Salben ist das Ziel meist ein Film auf der Haut und eine langsame Freisetzung.
Steriles Arbeiten verringert das Risiko mikrobieller Kontamination; eine kühle Lagerung kann die Haltbarkeit je nach Rezeptur verlängern.
Traditioneller Kontext zu dieser Methode: ja·Wissenschaftlicher Kontext zu dieser Methode: nein
Flüssiger oder breiiger Umschlag auf der Haut, oft über einem dünnen Tuch.
Ausführliche Beschreibung der Methode (aus dem Katalog)
Beim Umschlag wird feuchtes oder warmes Material direkt oder über einem Textil auf die Haut gelegt. Einwirkdauer und Temperatur sind entscheidend — zu heiß kann verbrennen, zu lange kann die Haut aufweichen.
Verwende saubere Tücher und beobachte die Hautreaktion in den ersten Minuten.
Traditioneller Kontext zu dieser Methode: ja·Wissenschaftlicher Kontext zu dieser Methode: nein
Dickere fetthaltige Mischung mit höherem Anteil aromatischer Bestandteile; der Begriff variiert in der Praxis.
Ausführliche Beschreibung der Methode (aus dem Katalog)
Ein Balsam wird meist als dicker als eine leichte Salbe wahrgenommen, oft mit reicherem Duft oder einem "festeren" Gefühl auf der Haut. Die kommerzielle und häusliche Bedeutung variiert — wichtig ist es, die Zusammensetzung und den Zweck zu lesen (Lippen, Ellbogen, Massage).
Bei der Eigenherstellung achte auf die Stabilität der Emulsion und die Konservierung gemäß Rezeptur.
Traditioneller Kontext zu dieser Methode: ja·Wissenschaftlicher Kontext zu dieser Methode: nein
Traditionelle / spirituelle Verwendung
Getrennt von der Wissenschaft — die Einträge sind kultureller oder symbolischer Natur, keine Heilempfehlungen.
Noch ohne konkrete Einträge.
Wissenschaftliche Erkenntnisse
Jede Aussage hat einen Studientyp und eine Quelle (URL oder DOI), sofern vorhanden. Angaben zur Dosis aus der Literatur sind nur informativ.
Wie man die Etiketten zur Beweiskraft und zum Studientyp liest
Die Etiketten fassen zusammen, wie ein Eintrag im Katalog gekennzeichnet ist — sie sind keine medizinische Bewertung der Wirksamkeit. Lesen Sie bei jedem Eintrag stets die Zusammenfassung, die Einschränkungen und den Quellenverweis.
Beweiskraft
- Evidenzniveau nicht angegeben
- Der Autor des Eintrags hat keine Abstufung angegeben; beurteilen Sie anhand des Texts der Zusammenfassung, der Einschränkungen und des Quellenverweises.
- Beschreibende / orientierende Literatur
- Beschreibende oder fachliche Literatur ohne kontrollierten Gruppenvergleich — eher Kontext als "Wirkungsnachweis".
- Schwache Evidenz
- Studie oder Schlussfolgerung mit erheblichen methodischen Einschränkungen; nur als Signal zum weiteren Lesen zu verstehen.
- Vorläufige Befunde
- Erste oder kleinere Studie — eine interessante Richtung, aber kein endgültiges Urteil über Wirksamkeit oder Sicherheit.
- Mittlere Beweiskraft
- Mittlere Stärke je nach Studiendesign; Einschränkungen bei Stichprobe und Kontext gelten weiterhin.
- Stärkere Evidenz
- Stärkeres Design oder Konsistenz der Ergebnisse im Rahmen der angegebenen Studiengrenzen.
- Übersichtsarbeit / Review
- Eine Übersichtsarbeit fasst mehrere Quellen zusammen; die Qualität hängt von der Methode der Übersicht und dem Fachgebiet ab.
Studientyp
- Erzählender / fachlicher Text
- Fachlicher Text oder Übersicht ohne klassisches Studiendesign.
- In-vitro-Studie
- Experiment in Zellkultur oder Reagenzglas — sagt nichts über die Wirkung im Körper aus.
- Tierstudie
- Tiermodell — die Übertragung auf den Menschen ist nicht selbstverständlich.
- Beobachtungsstudie
- Beobachtung von Gruppen ohne zufällige Zuteilung der Behandlung; kann durch Störfaktoren irreführen.
- Klinische Studie
- Klinische Studie mit Menschen; wichtig sind Stichprobengröße und Kontrollgruppe.
- Randomisierte kontrollierte Studie
- Randomisierte kontrollierte Versuche gehören zu den stärkeren Designs, sofern sie gut durchgeführt sind.
- Übersichtsstudie
- Eine Übersichtsstudie fasst mehrere Arbeiten zusammen — es kommt auf die Regeln der Literaturauswahl an.
- Systematische Übersichtsarbeit
- Systematische Übersichtsarbeit mit klarer Methodik der Suche und Auswahl von Studien.
- Meta-Analyse
- Statistische Verbindung mehrerer Studien; das Ergebnis hängt von den Eingangsdaten und der Heterogenität ab.
- Regulatorische Beurteilung / Monografie (EMA, WHO…)
- Zusammenfassung einer Regulierungsbehörde zu einem Kräuterpräparat — ein anderer Kontext als eine einzelne RCT; oft zu Präparaten, nicht zu hausgemachtem Tee.
- Fachmonografie (Kräuterpräparate)
- Systematische Zusammenfassung der Literatur zu einer Pflanze oder Droge — die Qualität hängt vom Autor und Erscheinungsjahr ab.
Noch ohne veröffentlichte Studieneinträge.
Bilder
Das Hauptfoto befindet sich im Kopf des Steckbriefs. Weitere Aufnahmen erscheinen hier, sobald sie verfügbar sind.
Sicherheit
Bedeutung der Warnungstypen
Der Typ bei jeder Warnung hilft, das Thema zu gruppieren — er bestimmt nicht den Schweregrad selbst (dieser wird durch ein eigenes Etikett angezeigt).
- Innerliche Anwendung
- Risiken beim Verschlucken, bei Extrakten, bei der Dauer der Anwendung oder der Konzentration bei innerlicher Anwendung.
- Wechselwirkungen / Arzneimittel
- Möglicher Einfluss auf Arzneimittel oder Wechselwirkung mit einer Behandlung — ziehen Sie Quellen und eine Fachperson zurate.
- Rohe Pflanzenteile
- Rohe, unreife oder schlecht aufbereitete Pflanzenteile können gefährlich sein.
- Toxine und Regulierung
- Gehalt an toxischen Stoffen oder regulierten Bestandteilen (z. B. in Destillaten).
- Kontakt mit der Pflanze
- Reizung der Haut oder Schleimhäute bei Kontakt mit der frischen Pflanze oder dem Saft.
- Allergie
- Allergische Reaktionen, oft im Zusammenhang mit der Pflanzenfamilie oder einer Sensibilisierung.
- Ernte und Kontamination
- Kontamination, Verwechslung der Art oder Sammeln an einem ungeeigneten Ort.
Noch ohne strukturierte Sicherheitseinträge.