Winterlinde
Tilia cordata
Weitere Namen: Lípa
Honigbaum; Blüten für Tee.
Herzförmige Blätter, duftende Blüten.
- Familie
- Malvaceae
- Pflanzentyp
- Baum
- Sicherheitsstufe (orientierend)
- Allgemein als sicher anerkannt
Bedeutung der Sicherheitsstufen (Legende aufklappen)
- Allgemein als sicher anerkannt. Typischerweise ein gewöhnliches Kraut bei vernünftigem Sammeln und vernünftiger Anwendung; lesen Sie dennoch stets die konkreten Hinweise im Steckbrief.
- Information. Vorrangig eine informative Stufe — wichtig sind die Details im Text und bei den Warnungen unten.
- Vorsicht. Erfordert erhöhte Vorsicht (Dosierung, Dauer der Anwendung, empfindliche Gruppen, Wechselwirkungen).
- Riskant. Erhebliche Risiken — prüfen Sie Quellen, Gegenanzeigen und gegebenenfalls eine fachliche Aufsicht.
- Nicht unter häuslichen Bedingungen. Es ist nicht ratsam, unter häuslichen Bedingungen ohne Kenntnis und Sicherheit zu experimentieren.
- Hohes Risiko bei innerlicher Anwendung. Besonderes Risiko bei innerlicher Anwendung (z. B. Alkaloide); vermeiden Sie eine langfristige oder unverantwortliche Einnahme.
- Nicht angegeben. Die Stufe ist noch nicht ausgefüllt — verlassen Sie sich auf die einzelnen Warnungen und Verweise unten.

Fotografie na Wikimedia Commons (CC BY 3.0).
Habitus der Pflanze
Schnellüberblick
Zusammenfassung für die praktische Entscheidung; Details finden sich in den Abschnitten unten.
- Sicherheitsstufe
- Allgemein als sicher anerkannt·Details
- Wissenschaftliche Quellen im Steckbrief
- Ja — angegebene Quellen bei den Aussagen·Abschnitt Wissenschaft
- Wann und was sammeln
- Blüte — Mai–Juni
- Verarbeitungsmethoden
Tee, Sirup, Honig, Kaltmazerat
Alle Methoden und Rezepte im Steckbrief- Themen und Beschwerden
Angst und innere Unruhe, Atemkomfort, Erkältung — allgemeines Wohlbefinden…
Abschnitt Themen · Übersicht der Beschwerden
Identifizierung und Verwechslungen
Sommergrüner Baum mit wechselständigen, herzförmigen Blättern mit asymmetrisch herzförmigem Grund, gesägten Rändern und unterseits grün mit rostbraunen Haarbüscheln in den Achseln der Blattadern. Die Blätter sind meist 4–8 cm groß, kleiner als bei der Sommerlinde. Die duftenden gelblichweißen Blütchen sind in lockeren doldenartigen Gruppen (5–11 Blüten) angeordnet, die aus einem hellgrünen Hochblatt hervorgehen, dessen untere Hälfte mit der Stängelachse verwachsen ist. Die Früchte sind rund, dünnwandig, ohne ausgeprägte Rippen.
Mögliche Verwechslungen und Risiken
Eine Verwechslung ist am häufigsten mit der Sommerlinde (Tilia platyphyllos), die größere Blätter (7–14 cm) mit deutlicher behaarter Unterseite (besonders weiße Büschel in den Achseln der Blattadern), kleine Dolden mit 2–5 Blütchen und Früchte mit ausgeprägten Rippen besitzt. Beide Arten sind heilkundlich verwendbar und beide werden von einer Monographie des EMA HMPC abgedeckt (Tiliae flos). Die Hybrid-Holländische Linde (Tilia × vulgaris, T. cordata × T. platyphyllos) weist Übergangsmerkmale auf.
Ähnliche Kräuter
- Schwarzer Holunder
Frühlings- und Sommerblütentees aus Gehölzen; beim Holunder Blüte, Blatt und reife Früchte je nach Sicherheit unterscheiden.
Themen und Beschwerden
Weitere Themen finden Sie in der Übersicht der Beschwerden und Themen.
- Angst und innere UnruheTraditionell· Traditioneller / kultureller Rahmen
- AtemkomfortTraditionell· Traditioneller / kultureller Rahmen
- Erkältung — allgemeines WohlbefindenTraditionell· Traditioneller / kultureller Rahmen
- GefäßkomfortTraditionell· Traditioneller / kultureller Rahmen
- Gynäkologische Themen in der TraditionTraditionell· Traditioneller / kultureller Rahmen
- Kopfschmerzen und AnspannungTraditionell· Traditioneller / kultureller Rahmen
- Menstruelles WohlbefindenTraditionell· Traditioneller / kultureller Rahmen
- Müdigkeit und AntriebslosigkeitTraditionell· Traditioneller / kultureller Rahmen
- Schlaf und EinschlafenTraditionell· Traditioneller / kultureller Rahmen
- Schlaf und TräumeTraditionell· Traditioneller / kultureller Rahmen
- Schwankende StimmungTraditionell· Traditioneller / kultureller Rahmen
- Schwere Beine und VenenkomfortTraditionell· Traditioneller / kultureller Rahmen
- Stress und AnspannungWissenschaftlich· Vorläufige oder schwächere wissenschaftliche BefundeTraditionell· Traditioneller / kultureller Rahmen
- Temperaturempfinden und FröstelnTraditionell· Traditioneller / kultureller Rahmen
- Trauer und TrübsinnTraditionell· Traditioneller / kultureller Rahmen
- Trauma — sanfte symbolische UnterstützungTraditionell· Traditioneller / kultureller Rahmen
Geografisches Vorkommen
Tschechische Republik
Häufiges Wildvorkommen in der Region
Verbreitetes Vorkommen in der Tschechischen Republik in geeigneten Biotopen.
Österreich
Häufiges Wildvorkommen in der Region
Welle 1 (Seed): weite Verbreitung in Mitteleuropa — anhand von Atlas / nationalen Listen überprüfen.
Deutschland
Häufiges Wildvorkommen in der Region
Welle 1 (Seed): weite Verbreitung in Mitteleuropa — anhand von Atlas / nationalen Listen überprüfen.
Ungarn
Häufiges Wildvorkommen in der Region
Welle 1 (Seed): weite Verbreitung in Mitteleuropa — anhand von Atlas / nationalen Listen überprüfen.
Polen
Häufiges Wildvorkommen in der Region
Welle 1 (Seed): weite Verbreitung in Mitteleuropa — anhand von Atlas / nationalen Listen überprüfen.
Slowakei
Häufiges Wildvorkommen in der Region
Welle 1 (Seed): weite Verbreitung in Mitteleuropa — anhand von Atlas / nationalen Listen überprüfen.
Ernte
- BlüteMai–Juni
jaro
Region: Tschechische RepublikAnmerkungen: Blütenstand.
Lagerung
- Trocknen(Blatt)
Verarbeitungsmethoden im Kräutersteckbrief
Aufguss oder kurze Extraktion in Wasser; typischerweise ohne langes Kochen.
Ausführliche Beschreibung der Methode (aus dem Katalog)
Im engeren Sinne bezeichnet Tee oft einen Aufguss: Du übergießt das Trockenmaterial mit Wasser knapp unter dem Siedepunkt und lässt es einige Minuten ziehen. Temperatur, Ziehdauer und das Verhältnis von Rohstoff zu Wasser verändern Geschmack und Zusammensetzung des Auszugs.
Vom "Absud" unterscheidet er sich durch die kürzere Einwirkung der Hitze und die geringere Kochintensität; für zarte Blätter und Blüten ist der Aufguss oft besser geeignet als langes Kochen. Beim konkreten Kraut richte dich stets nach der Karte des Krauts, dem Pflanzenteil und den Sicherheitshinweisen — allgemeine Regeln ersetzen nicht die Beurteilung der Art.
Traditioneller Kontext zu dieser Methode: ja·Wissenschaftlicher Kontext zu dieser Methode: nein
Auszug oder Absud mit Süßungsmittel und Eindickung; die Haltbarkeit hängt von Zucker und Lagerung ab.
Ausführliche Beschreibung der Methode (aus dem Katalog)
Sirupe verbinden eine Kräutergrundlage mit Zucker oder Honig und oft mit kurzem Kochen zwecks Konzentration und Hygiene. Die Konservierung hängt stark vom Wassergehalt, vom Zucker und von der Art des Abfüllens in Flaschen ab.
Hausgemachte Sirupe können lebensmittelrechtlichen Vorschriften unterliegen; achte nach dem Öffnen auf eine kühle Lagerung.
Traditioneller Kontext zu dieser Methode: ja·Wissenschaftlicher Kontext zu dieser Methode: nein
Mazeration in Honig (Honigkonserve von Rohstoffen).
Ausführliche Beschreibung der Methode (aus dem Katalog)
Honig als Mazerationsmedium bildet eine viskose Mischung mit eigener Biochemie: niedrige Wasseraktivität, Säuregehalt und die Enzyme des Honigs beeinflussen Haltbarkeit und Geschmack. Traditionell wird er bei zarten Blüten oder Kräutern verwendet, wo man das Aroma mit dem Honig verbinden möchte.
Botulinumtoxin und die Sicherheit von Honig bei Säuglingen sind allgemeine Themen außerhalb des Rahmens eines einzelnen Krauts; die konkrete Mazerationsdauer, die Verhältnisse und die Lagerung legen die Rezeptur und die Quelle fest, nicht diese allgemeine Beschreibung.
Traditioneller Kontext zu dieser Methode: ja·Wissenschaftlicher Kontext zu dieser Methode: nein
Langes Ziehen in kaltem oder lauwarmem Wasser ohne Kochen; sanfteres Profil als ein Absud.
Ausführliche Beschreibung der Methode (aus dem Katalog)
Beim Kaltmazerat lässt man das Trockenmaterial je nach Rezeptur stunden- bis tagelang in der Flüssigkeit bei Kühlschrank- oder Raumtemperatur einwirken. Die Freisetzung der Stoffe ist langsamer und anders als beim heißen Aufguss — geeignet für manche aromatischen Teile, bei denen man Bitterkeit oder Tannine begrenzen möchte.
Achte stets auf die Hygiene des Gefäßes, das Verhältnis von Rohstoff zu Wasser und die maximale Lagerdauer des fertigen Mazerats; das konkrete Vorgehen gehört auf die Karte des Krauts und in eine geprüfte Quelle.
Traditioneller Kontext zu dieser Methode: ja·Wissenschaftlicher Kontext zu dieser Methode: nein
Traditionelle / spirituelle Verwendung
Getrennt von der Wissenschaft — die Einträge sind kultureller oder symbolischer Natur, keine Heilempfehlungen.
Platz, Schatten und ein Hauch von Honig
Allgemein
Traditionelle VerwendungVolkstümliche VerwendungKräuterüberlieferungDie Winterlinde ist in tschechischen Ortschaften ein Symbol für Plätze, Schatten und die Juniblüte. Tee aus Lindenblüten gehört zur sommerlichen Heimatstimmung — kulturell stark, medizinisch stets individuell.
- Form:
- čaj z květů
- Stärke der Aussage:
- Tradition
- Anmerkung zur Quelle:
- Städtisches und dörfliches Grün — kulturelles Gedächtnis.
Wissenschaftliche Erkenntnisse
Jede Aussage hat einen Studientyp und eine Quelle (URL oder DOI), sofern vorhanden. Angaben zur Dosis aus der Literatur sind nur informativ.
Wie man die Etiketten zur Beweiskraft und zum Studientyp liest
Die Etiketten fassen zusammen, wie ein Eintrag im Katalog gekennzeichnet ist — sie sind keine medizinische Bewertung der Wirksamkeit. Lesen Sie bei jedem Eintrag stets die Zusammenfassung, die Einschränkungen und den Quellenverweis.
Beweiskraft
- Evidenzniveau nicht angegeben
- Der Autor des Eintrags hat keine Abstufung angegeben; beurteilen Sie anhand des Texts der Zusammenfassung, der Einschränkungen und des Quellenverweises.
- Beschreibende / orientierende Literatur
- Beschreibende oder fachliche Literatur ohne kontrollierten Gruppenvergleich — eher Kontext als "Wirkungsnachweis".
- Schwache Evidenz
- Studie oder Schlussfolgerung mit erheblichen methodischen Einschränkungen; nur als Signal zum weiteren Lesen zu verstehen.
- Vorläufige Befunde
- Erste oder kleinere Studie — eine interessante Richtung, aber kein endgültiges Urteil über Wirksamkeit oder Sicherheit.
- Mittlere Beweiskraft
- Mittlere Stärke je nach Studiendesign; Einschränkungen bei Stichprobe und Kontext gelten weiterhin.
- Stärkere Evidenz
- Stärkeres Design oder Konsistenz der Ergebnisse im Rahmen der angegebenen Studiengrenzen.
- Übersichtsarbeit / Review
- Eine Übersichtsarbeit fasst mehrere Quellen zusammen; die Qualität hängt von der Methode der Übersicht und dem Fachgebiet ab.
Studientyp
- Erzählender / fachlicher Text
- Fachlicher Text oder Übersicht ohne klassisches Studiendesign.
- In-vitro-Studie
- Experiment in Zellkultur oder Reagenzglas — sagt nichts über die Wirkung im Körper aus.
- Tierstudie
- Tiermodell — die Übertragung auf den Menschen ist nicht selbstverständlich.
- Beobachtungsstudie
- Beobachtung von Gruppen ohne zufällige Zuteilung der Behandlung; kann durch Störfaktoren irreführen.
- Klinische Studie
- Klinische Studie mit Menschen; wichtig sind Stichprobengröße und Kontrollgruppe.
- Randomisierte kontrollierte Studie
- Randomisierte kontrollierte Versuche gehören zu den stärkeren Designs, sofern sie gut durchgeführt sind.
- Übersichtsstudie
- Eine Übersichtsstudie fasst mehrere Arbeiten zusammen — es kommt auf die Regeln der Literaturauswahl an.
- Systematische Übersichtsarbeit
- Systematische Übersichtsarbeit mit klarer Methodik der Suche und Auswahl von Studien.
- Meta-Analyse
- Statistische Verbindung mehrerer Studien; das Ergebnis hängt von den Eingangsdaten und der Heterogenität ab.
- Regulatorische Beurteilung / Monografie (EMA, WHO…)
- Zusammenfassung einer Regulierungsbehörde zu einem Kräuterpräparat — ein anderer Kontext als eine einzelne RCT; oft zu Präparaten, nicht zu hausgemachtem Tee.
- Fachmonografie (Kräuterpräparate)
- Systematische Zusammenfassung der Literatur zu einer Pflanze oder Droge — die Qualität hängt vom Autor und Erscheinungsjahr ab.
Winterlinde — Flavonoide und verwandte Stoffe in der Blüte sind Gegenstand pharmakognostischer Beschreibungen; klinische Schlussfolgerungen für Getränke fallen meist vorsichtig aus.
Evidenzniveau nicht angegebenErzählender / fachlicher TextEinschränkungen: Katalogzusammenfassung — konkrete systematische Übersichten oder Studien für dieses Taxon ergänzen (z. B. PubMed, Cochrane).
Die EMA HMPC für die Lindenblüte gibt die traditionelle Verwendung als Kräutertee an; die Dokumentation bezieht sich auf definierte Präparate.
Übersichtsarbeit / ReviewRegulatorische Beurteilung / Monografie (EMA, WHO…)Jahr: 2012Zubereitungsform in der Studie: infusion
Wirkstoff / Schwerpunkt: Flavonoide, Gerbstoffe (gemäß Dokument)
Einschränkungen: Häusliche Verhältnisse und die Qualität der getrockneten Blüte verändern sowohl den Geschmack als auch das Extraktionsprofil.
Anmerkung zur Dosis (aus der Literatur): Siehe PDF zu den Präparaten im Dokument.
EMA Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC) — European Medicines Agency
EMA: Final assessment report on Tilia cordata / platyphyllos / vulgaris, flos
Bilder
Das Hauptfoto befindet sich im Kopf des Steckbriefs. Weitere Aufnahmen erscheinen hier, sobald sie verfügbar sind.
Sicherheit
Bedeutung der Warnungstypen
Der Typ bei jeder Warnung hilft, das Thema zu gruppieren — er bestimmt nicht den Schweregrad selbst (dieser wird durch ein eigenes Etikett angezeigt).
- Innerliche Anwendung
- Risiken beim Verschlucken, bei Extrakten, bei der Dauer der Anwendung oder der Konzentration bei innerlicher Anwendung.
- Wechselwirkungen / Arzneimittel
- Möglicher Einfluss auf Arzneimittel oder Wechselwirkung mit einer Behandlung — ziehen Sie Quellen und eine Fachperson zurate.
- Rohe Pflanzenteile
- Rohe, unreife oder schlecht aufbereitete Pflanzenteile können gefährlich sein.
- Toxine und Regulierung
- Gehalt an toxischen Stoffen oder regulierten Bestandteilen (z. B. in Destillaten).
- Kontakt mit der Pflanze
- Reizung der Haut oder Schleimhäute bei Kontakt mit der frischen Pflanze oder dem Saft.
- Allergie
- Allergische Reaktionen, oft im Zusammenhang mit der Pflanzenfamilie oder einer Sensibilisierung.
- Ernte und Kontamination
- Kontamination, Verwechslung der Art oder Sammeln an einem ungeeigneten Ort.
Noch ohne strukturierte Sicherheitseinträge.